Berliner Bürgerbräu (Deutschland)

1869 erwarb Hermann Schaefer die Reste des königlichen Gutes Friedrichshagen einschließlich der dazugehörenden Brau- und Mahlrechte. Dieses Datum wird als Gründungsjahr der Brauerei angesehen. Im Jahr 1888 wurde die Firma in Brauerei Müggelschlößchen umbenannt. 1901 wurde der Familienbetrieb in eine Genossenschaft Berliner Gastwirte umgewandelt. Nachdem die Genossenschaft in der Zeit des Nationalsozialismus zerschlagen worden war, wurde im Jahr 1936 die Berliner Bürgerbräu AG gegründet. Aus dieser wurde nach 1949 der VEB Berliner Bürgerbräu gebildet, aus dem nach der Privatisierung 1990 die Berliner Bürgerbräu GmbH hervorging. Die Brauerei wurde zum 1. März 2010 geschlossen. Die Namensrechte an der Marke sind an die Radeberger Gruppe verkauft worden, nachdem erhebliche Mengen des „Berliner Bieres“ bereits im Brauhaus Hartmannsdorf in Sachsen gebraut, abgefüllt und dann nach Köpenick gebracht worden waren. Neben Pils, Berliner Weiße und saisonalen Bierspezialitäten, wie hellem und dunklem Bockbier, waren vor allem die Sorten Rotkehlchen und Bernauer Schwarzbier von Bedeutung. Diese Biersorten sollten auch nach dem Verkauf 2010 unter dem Label Berliner Bürgerbräu auf dem Markt bleiben als Produkt der Berliner-Kindl-Schultheiss-Brauerei. Die Produktion des Bernauer Schwarzbiers wurde zwischenzeitlich eingestellt.

http://www.berlinerbuergerbraeu.de/

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